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Der SV „Hellas“ Michelsrombach von der Gründung 1921 bis zum Jubiläum 1996

Der SV „Hellas“ Michelsrombach kann in 1996 auf 75 Jahre - ein Dreivierteljahrhundert - seines Bestehens zurückblicken.

Ein 75-jähriges Bestehen bietet naturgemäß Gelegenheit, die Entwicklung eines Vereines in diesen  Jahren aufzuzeigen. Bei dem geschichtlichen Rück- und Überblick kann natürlich nicht mehr auf Zeitzeugen der Gründungsveranstaltung zurückgegriffen werden. Aber durch Studium von Vereinschroniken zu vergangenen Jubiläen des SV „Hellas“, Zeitungsausschnitten und Vereinsprotokollen aus „alten Tagen“ ist es trotzdem möglich, ein abgerundetes Bild über auch bereits lang zurückliegende Zeiten in der Vereinsgeschichte zu erhalten.

Leider sind Unterlagen und Aufzeichnungen aus den Jahren 1921 - 1945 in den Wirrnissen des zweiten Weltkrieges verloren gegangen. Auch aus den Jahren nach 1945 fehlen Jahresberichte, so daß eine lückenlose Wiedergabe der Vereinsgeschichte dadurch unmöglich geworden ist. So sind einige Aufzeichnungen entnommen aus Gesprächen und Unterhaltungen mit älteren und langjährigen Mitgliedern. Sie lassen uns nur erahnen, welche Erfolge innerhalb des Vereins errungen wurden, aber auch welche Opfer und Leistungen die Mitglieder vollbrachten.

Man muß sich in die ländlichen Verhältnisse unserer Heimat um die Zeit nach dem ersten Weltkrieg zurückversetzen, um zu begreifen, wieviel Mut und Idealismus dazu gehörten, einen Sportverein zu gründen. Bereits um 1919 wurde das Fußballspielen in Michelsrombach bekannt. Man machte die ersten Versuche; an eine Vereinsgründung wurde jedoch noch nicht gedacht. In den freien Abendstunden traf man sich und kickte auf den Straßen des Dorfes, auf einer Weide oder auf einer Wiese. Wie oft kam dann der Bauer, dessen Gras zertrampelt wurde, schimpfend angerannt, und die Übeltäter mußten schleunigst Reißaus nehmen.

So traf man sich Anfang des Jahres 1921 wieder einmal hinter „Schwabs Scheune“. Dort faßten einige Michelsrombacher Jugendliche den Plan, einen Sportverein zu gründen. Am 17.04.1921 fand schließlich die erste Versammlung des zu gründenden Sportvereines in der Gastwirtschaft von Witwe Waider statt. Dem beigefügten Bericht der Hünfelder Volkszeitung vom 21.04.1921 sind der Verlauf dieser Versammlung bzw. die Mitglieder des ersten Vorstandes zu entnehmen. Am 21.05.1921 wurde der Sportverein offiziell gegründet. Er erhielt den Namen SV „Hellas“  Michelsrombach. Wie man gerade auf den Namen „Hellas“ kam, darüber gibt es leider keinerlei Aussagen von Zeitzeugen. Es ist aber anzunehmen, daß man bei der Wahl dieses Namens an die Werte des Sports gedachte, die uns aus der Antike Griechenlands überliefert wurden.

Mit Begeisterung und großem Opfermut waren aktive und auch schon einige passive ältere Mitglieder bei der Sache. Es herrschte ein großartiger Kameradschaftsgeist und ein Zusammengehörigkeitsgefühl; Eigenschaften, die über die vielen Anfangsschwierigkeiten hinweg halfen. Selbstverständlich besaß der noch junge Verein in der wirtschaftlich schwierigen Nachkriegszeit über keinerlei finanzielle Mittel. Von daher war klar, daß sich die Spieler die Trikots selbst kaufen mußten. Fußballschuhe - wie heute üblich - kannte man damals sowieso noch nicht.

Als Vereinsfarben hatte man bei der Gründung „rot-weiß“ gewählt. Die Spieler wurden in roten Trikots und langen, weißen Hosen ausgetragen. Kurze Hosen, wie sie heute üblich sind, waren damals noch verpönt. Selbst als man nach einiger Zeit in „knielangen Hosen“ spielte, durften die Mädchen des Dorfes anfangs nicht als Zuschauer teilnehmen.

Im März 1924 klärte sich schließlich die Platzfrage. Man konnte ein geeignetes Grundstück auf längere Zeit pachten. Es war dies der Platz „Im Kreuz“, wo auch noch nach dem Kriege bis zur Fertigstellung des heutigen Sportgeländes gespielt wurde. Ein Grundstück hatte man nun, jedoch mußte es auch für den Spielbetrieb hergerichtet werden. Dies war gewiß keine einfache Angelegenheit, zumal das Land mit Bäumen, Dornen und Heide bewachsen war.

Bevor man mit den eigentlichen Arbeiten beginnen konnte, war die sehr wichtige Frage der Finanzierung für die Herrichtung des Sportgeländes zu klären. Der Verein verfügte zwar damals schon über ein Bankkonto, jedoch war darauf kein Guthaben vorhanden. Vom damaligen Landrat wurde eine Beihilfe von 100 Reichsmark bewilligt. An die Auszahlung dieses Betrages wurde jedoch die Bedingung geknüpft, daß die Gemeinde den gleichen Betrag zur Verfügung stellen müsse. Diese war dazu leider aufgrund finanzieller Probleme nicht in der Lage. Die damaligen Vereinsmitglieder griffen schließlich zur Selbsthilfe und sammelten bzw. liehen die fehlenden 100 Reichsmark und übergaben sie der Gemeinde. Die Gemeinde konnte daraufhin die Bedingung des Kreises erfüllen und dem Sportverein die Kreisbeihilfe zur Verfügung stellen. Der geliehene Betrag wurde anschließend wiederum an die Verleiher zurückgegeben.

Nun konnte man beginnen, den Platz herzurichten. Eine ungeheure Arbeit war zu leisten, da sämtliche Tätigkeiten von Hand ausgeführt werden mußten. Die Ausbauarbeiten wurden ausschließlich durch freiwilligen Arbeitseinsatz der Mitglieder durchgeführt. Tagsüber und abends, wie es die Zeit erlaubte, traf man sich, um zu arbeiten, ohne daß dafür etwas bezahlt wurde. Zwei Mitglieder, die zu dieser Zeit gerade arbeitslos waren, arbeiteten am Platz mehrere Wochen jeden Tag von früh bis spät. Lediglich sie erhielten als Entschädigung pro Tag zwei Reichsmark. So konnte der Platz durch den guten Kameradschaftsgeist unter den Mitgliedern schon nach kurzer Zeit fertiggestellt werden. Bereits im Juli 1924 erfolgte die Einweihung. Eine Hauptsorge der Spieler war damit behoben. Die Jugend in Michelsrombach hatte endlich eine Sportstätte, auf der sie ihren geliebten Fußball spielen konnte.

In der Folgezeit wurden schöne Erfolge errungen. Hiervon zeugen Urkunden und Pokale. Wie man einem der beiliegenden Zeitungsausschnitte des Hünfelder Kreisblattes entnehmen kann, errang man bereits 1926 die Vize-Kreismeisterschaft im Fußballkreisverband Hünfeld. Die „Hellas“-Mannschaft war in der damaligen Zeit wegen ihres sportlichen Auftretens und vor allem wegen ihrer fairen Spielweise überall ein gerngesehener Gast.



Ende der 20er-Jahre schloß man sich auch dem Verband der Deutschen Jugendkraft an. Die meisten Vereine in unserer näheren Heimat waren damals dem DJK, einem Sportverband mit weitgehend kirchlicher Förderung, angegliedert.

Mit der politischen Umwälzung anläßlich der Machtübernahme der NSDAP im Jahre 1933 gab es für den Sportverein erhebliche Probleme und Schwierigkeiten. Die Deutsche Jugendkraft wurde aufgelöst. Die zwangsweise Auflösung der DJK-Bewegung hatte zur Folge, daß der Spielbetrieb in Michelsrombach noch im gleichen Jahre ganz eingestellt wurde. Arbeitsdienst, Wehrmacht und schließlich der zweite Weltkrieg trugen dazu bei, daß der Spielbetrieb über 14 Jahre lang ruhte. Die jungen Spieler wurden für schlechtere Dinge wie den Sport gebraucht und mußten ihren Kopf dafür hinhalten.

Schwere Opfer hatte der zweite Weltkrieg aus den Reihen des Vereines gefordert. Viele Kameraden waren nicht mehr zurückgekehrt. Während man bereits kurz nach dem zweiten Weltkrieg in anderen Vereinen wieder mit dem Fußballspielen begann, dachte man an eine Wiederbelebung des Spielbetriebes in Michelsrombach noch nicht. Erst am 21. Februar 1948, also verhältnismäßig spät, wurde der Sportverein wieder ins Leben gerufen. Wie sehr man auf den Wiederbeginn gewartet hatte, geht aus der Tatsache hervor, daß sich gleich 115 Personen in die Mitgliedsliste eintrugen. Man schloß sich gleich dem Hessischen Fußballverband an und spielte auf Kreisebene in der B-Klasse.

Wer damals dabei war, weiß, welche Schwierigkeiten anfangs zu überwinden waren, um den Spielbetrieb aufrechtzuerhalten. Insbesondere geeignete Spielkleidung und Bälle fehlten. Durch die Opferbereitschaft und Unterstützung zahlreicher Mitglieder und Gönner schaffte man es schließlich, einen geordneten Spielbetrieb aufzubauen. Wie aus alten Aufzeichnungen hervorgeht, nahmen zwei Seniorenmannschaften und eine Jugendmannschaft an den Verbandsspielen teil.

In diesen Anfangsjahren war es besonders die Theatergruppe des Vereines, die durch ihre Aufführungen das nötige Kleingeld für die Aufrechterhaltung des Spielbetriebes einbrachte. Leider wurde die Theatergruppe in späteren Jahren aufgelöst. In 1953 schloß sich dem Sportverein eine Tischtennisabteilung an, welche regen Zuspruch hatte. Die Tischtennisspieler konnten einige schöne Erfolge erzielen. Doch leider hatte auch diese Abteilung keine lange Lebensdauer. Am 14. April 1954 wurde der Verein schließlich unter der Nummer 53 in das Vereinsregister beim Amtsgericht in Hünfeld eingetragen.

Durch gute sportliche Leistungen und faires Verhalten waren die „Hellas“-Fußballer beliebte, aber auch gefürchtete Gegner und spielten eine gute Rolle in der B-Klasse. Doch zur Meisterschaft reichte es in den ersten Jahren nicht. Erst im Spieljahr 1956/1957 gelang der große Wurf. Die „Hellas“-Elf wurde Meister der B-Klasse Hünfeld.

Anfang der 50er Jahre sah sich der Sportverein mit der Frage des Erwerbs eines neuen Sportgeländes konfrontiert. Im Rahmen der Flurbereinigung wurde Anfang 1953 für diesen Zweck „Am Königsküppel“ Gelände ausgewiesen. Nachdem die Finanzierung sichergestellt war, begann man noch im gleichen Jahr mit dem Ausbau des Platzes. Bereits im Jahre 1954 konnte der Platz eingeweiht werden. Damit hatten die „Hellas“-Fußballer eine neue Heimat gefunden. Die weiteren baulichen Maßnahmen am noch heute bestehenden Sportgelände werden in einem späteren Abschnitt der Jubiläumsschrift näher beschrieben.

Mit dem Ausbau des Sportgeländes stieg auch die Leistung der ersten Mannschaft. Im Spieljahr 1964/1965 errang man zum zweiten Male das ersehnte Ziel. Die erste Mannschaft wurde Meister der B-Klasse Hünfeld (siehe Kasten). Diesmal waren keine Aufstiegsspiele notwendig, so daß dem Aufstieg in die A-Klasse nichts mehr im Wege stand. Im ersten Jahr spielte man in der A-Klasse Fulda-Nord, wo man einen Platz im ersten Drittel der Tabelle belegen konnte. Von höherer Warte wurde dann im zweiten Jahr die Mannschaft der A-Klasse Fulda-Mitte zugeteilt. Leider konnte hier der Klassenerhalt nicht gesichert werden. Mit Abschluß der Spielserie 1966/1967 mußte man sich von der A-Klasse verabschieden. Doch mit dem Abstieg begann bereits wieder die Aufbauarbeit mit dem Ziel des Wiederaufstiegs in die A-Klasse. In der vorbildlichen Jugendarbeit in diesen Jahren legte man wohl den Grundstein für die Erfolge des Sportvereines in den kommenden Jahren.

Meistermannschaft 1964/1965
Meistermannschaft 1969/1970

Das Spieljahr 1969/1970 dürfte wohl eines der erfolgreichsten Jahre in der bisherigen Vereinsgeschichte gewesen sein. Nach anfangs schwachen Leistungen lief die erste Mannschaft zu einer Form auf, die ihr schließlich die Meisterschaft der B-Klasse einbrachte. Damit war die „Hellas“-Elf zum dritten Male Meister der B-Klasse Hünfeld und damit Aufsteiger in die A-Klasse (siehe Kasten).

Doch nicht nur alleine die erste Mannschaft hatte in diesem Jahr Erfolge zu verzeichnen, auch die zweite Mannschaft konnte in ihrer Gruppe die Meisterschaft erringen. So hatte man 1970 allen Grund, die Doppelmeisterschaft gebührend zu feiern. Auch die Jugendabteilung konnte schöne Erfolge erringen. Die Jugendmannschaft belegte in ihrer Gruppe einen der vorderen Plätze, welche zum Aufstieg in die Leistungsklasse berechtigte. Die Schülermannschaft nahm erstmals an Punktspielen teil und belegte einen guten Mittelplatz.

Leider konnte die erste Mannschaft den Klassenerhalt in der A-Klasse nicht sichern und mußte in 1971 -  anläßlich des 50. Vereinsjubiläums -  wiederum in die B-Klasse zurückkehren.

Im Jahre 1970 wurde wieder eine Tischtennisgruppe innerhalb des Gesamtvereines gegründet. Ende der 60er und Anfang der 70er Jahre wurde ebenso der Damensport in Michelsrombach aktiviert und gefördert. Im Januar 1969 wurde eine Volkstanzgruppe in den Sportverein aufgenommen. Diese mußte jedoch leider mangels Interesse nach kurzer Zeit wiederum aufgelöst werden. Mit Auflösung der Volkstanzgruppe wurde aber im gleichen Atemzug eine Damen-Gymnastikgruppe gegründet. Etwa 45 Frauen und Mädchen schlossen sich 1970 spontan dieser Gruppe an und sorgten für regen Betrieb in den Übungsstunden. In dieser Zeit eroberten die Frauen auch den Fußballsport in Michelsrombach. In den Jahren von  1971 - 1976 war eine Damenfußballmannschaft aktiv und nahm regelmäßig am Spielbetrieb der damaligen Frauenbezirksklasse teil.

In den 70er und Anfang der 80er Jahre wurde es ruhig um die Fußballer des SV „Hellas“. Mehr als Mittelfeldplätze konnten in der B-Klasse Hünfeld nicht mehr erreicht werden. Allerdings wurde in dieser Zeit durch eine engagierte Jugendarbeit die Basis für den Aufschwung ab Mitte der 80er Jahre gelegt. Im Verbund mit einer seit 1976 bestehenden Spielgemeinschaft mit dem Nachbarort Rudolpshan konnten in den Jahren 1978 - 1984 mehrere Meisterschaften bzw. Pokalsiege im Jugendbereich errungen werden. Die damalige A-Jugend spielte 3 Jahre lang in der Jugendbezirksliga Fulda-Nord und konnte sich zwei Jahre lang in der Spitzengruppe dieser Liga behaupten. Ein Novum, das bis heute Bestand hat, war, daß man zu dem damals wichtigen Spiel bei Hohe Luft Hersfeld einen Fan-Bus einsetzte, der auch prompt voll besetzt war.

In der Saison 1986/1987 zahlte sich die Jugendarbeit zunächst im Reserve-Bereich aus, denn die II. Mannschaft wurde ohne Niederlage Meister der B-Klasse Hünfeld. Der große Durchbruch gelang dann in der Saison 1988/1989, als die I. Mannschaft Meister  der B-Klasse Hünfeld wurde und erneut in die A-Klasse Fulda-Nord aufstieg (siehe Kasten). Die sportliche Entwicklung des Michelsrombacher Fußballs von 1985 bis ins Jubläumsjahr wird im folgenden, in den Beiträgen der Abteilungen, ausführlich dargestellt. An dieser Stelle wird daher darauf verzichtet, näher hierauf einzugehen.

Meistermannschaft 1988/1989



Mit der Tennisabteilung besitzt der SV Hellas die jüngste Abteilung des Vereins. Hierdurch wurde das Sportangebot in Michelsrombach entscheidend erweitert und verbessert. Nachdem man 1987 auf Initiative des damaligen und heutigen Abteilungsleiters Otto Wiedelbach einen Förderverein Tennis gründete, konnte bereits im Herbst 1988 mit dem Bau von zwei Tennisplätzen begonnen werden. Im Frühjahr 1989 wurde schließlich die selbständige Abteilung Tennis der SV Hellas mit der beachtlichen Mitgliederzahl von 96 Personen gegründet. Am 30.04.89 wurden die beiden Tennisplätze eingeweiht und der Spielbetrieb aufgenommen.

Bereits frühzeitig wurde ein eigenes Clubhaus in die Planungen der Tennisabteilung eingebracht. Man erwarb schließlich ein ehemaliges Baubüro der Deutschen Bundesbahn. Nach der Fertigstellung der Gründungs- und Kellerausbauarbeiten konnte das Baubüro errichtet und ausgebaut werden. Großes Engagement der Verantwortlichen und ein erhebliches Maß an Eigenleistung aller Mitglieder führten im Sommer 1993 zum Bezug des Clubhauses und dessen Einweihung. Bereits ein Jahr später wurde noch ein dritter Spielplatz fertiggestellt.

Nach Abschluß all dieser baulichen Maßnahmen kann die Tennisabteilung mit berechtigtem Stolz auf die Schaffung einer großzügigen und modernen Tennisanlage in Michelsrombach blicken, deren Wert mit mehr als 500.000 DM beziffert werden kann.

Neben Fußball und Tennis kommt bis in die heutige Zeit der Breitensport beim SV Hellas nicht zu kurz. Die in 1970 gegründete Damengymnastikgruppe hält regelmäßig ihre Übungsstunden ab. In 1982 wurde zusätzlich eine Kinderspiel- und -sportgruppe gegründet, die bis zum heutigen Tag Kindern und Jugendlichen im Alter von  5 - 14 Jahren Raum für vielfältige sportliche und gesellschaftliche Aktivitäten bietet.

Darüberhinaus erschöpfen sich die Aktivitäten des Vereins nicht nur im sportlichen Bereich. Gesellige Aktivitäten zur Förderung der Kameradschaft in den Abteilungen und im Gesamtverein sind ebenso wichtiger Bestandteil des Vereinslebens. Besonderer Höhepunkt der dörflichen Gemeinschaft in Michelsrombach ist die alljährlich stattfindende Zeltkirmes, die seit vielen Jahren von der SV Hellas ausgerichtet wird. Weiterhin veranstaltet der Verein regelmäßig ein Sommer-Sportfest.

In der Faschingszeit beteiligt sich der SV Hellas mit der Kinderfremdensitzung sowie der Frauenfastnacht entscheidend an der „Fastnachtskampagne“ in Michelsrombach. Im Frühjahr 1996 wurde darüber hinaus erstmals mit großem Erfolg ein Preisskat durch den Verein im DGH Michelsrombach ausgerichtet.

Der SV Hellas hat zur Zeit über 200 Mitglieder, darunter viele Frauen und Jugendliche; hinzu kommen 107 Mitglieder der Abteilung Tennis.

Dieser Rückblick auf 75 Jahre Vereinsgeschichte zeigt, daß der Sport im Verein ständig im Wachsen begriffen ist. Dieses Wachsen forderte zu jeder Zeit zupackende und engagierte Vereinsmitglieder, für die Sport im Verein mehr als die schönste Nebensache der Welt ist. In der Hoffnung, daß diese Entwicklung auch für die nächsten Generationen ein Ansporn sein wird, kann mit Zuversicht der weiteren Entwicklung des SV Hellas Michelsrombach entgegengesehen werden.

Den Mitgliedern, Freunden und Gönnern des SV Hellas, den Aktiven , den Vorständen und unzähligen stillen Helfern und Mitarbeitern der vergangenen 75 Jahre sei  zum Ende dieser Chronik
herzlichen Dank ausgesprochen. Möge uns auch in Zukunft innerhalb des Vereins die Pflege der Kameradschaft und Freundschaft miteinander verbinden !!

Die I. Mannschaft von 1985 bis 1996. Diese mehr als 10 Jahre zählen zweifellos zu den erfolgreichsten in der Geschichte des Michelsrombacher Fußballs. Eine Meisterschaft, ein Kreispokalsieg  und vier Jahre Bezirksliga in diesem Zeitraum  können sich wahrlich sehen lassen, dürfen aber den Blick  auf die aktuellen Probleme im sportlichen Bereich nicht verdecken.

Bereits durch die Trainer Karl-Heinz Flinner und Horst Meinusch wurde seit 1985 eine gute Aufbauarbeit im Seniorenbereich geleistet. Mit der Verpflichtung des Spielertrainers Harald Hochgreef zu Beginn der Saison 1987/88 gelang der SV Hellas ein sogenannter Glücksgriff. Getreu dem Motto: „Der richtige Mann am richtigen Ort“ sorgte man unter der Regie von Hochgref in der B - Klasse Hünfeld für Furore und erreichte schließlich mit mannschaftlicher Geschlossenheit das ersehnte Ziel Meisterschaft.

Harald Hochgreef nahm anschließend aus beruflichen Gründen seinen Abschied. Dem Verein gelang es daraufhin den oberliga-erfahrenen Lothar Rehberg als Spielertrainer zu verpflichten.
Unter der Regie von Lothar Rehberg konnten in den Jahren 1989 bis 1992 viele sportliche Erfolge errungen werden. 1990 konnte u.a. der Kreispokal im Endspiel gegen Dittlofrod errungen werden. Unvergessen bei den Fans und beteiligten Spielern werden auch die Hessenpokalspiele gegen den Hünfelder SV und Borussia Fulda in diesen Jahren bleiben, bei denen das Team des SV Hellas nach großem Kampf nur knapp unterlegen war.

Auch in der ungewohnten höherklassigen Bezirksliga Nord fand sich unsere Mannschaft nach einigen Anpassungsschwierigkeiten gut zurecht.  In den Jahren 1990 , 1991 und 1992 konnte jeweils ein zufriedenstellender Mittelfeldplatz in der Bezirksklasse erreicht werden. Unser Team zeigte während dieser Zeit vor allem Tugenden wie Kampf , Laufstärke und ein hervorragendes Abwehrverhalten. Bessere Plazierungen scheiterten jeweils an der chronischen Abschlußschwäche unserer „Ersten“. Die „Ära Rehberg“ kann im Rückblick als eine der sportlich erfolgreichsten Zeiträume in der 75-jährigen Vereinsgeschichte gewertet werden.

Als Lothar Rehberg nach dreijährigen Wirken die SV Hellas verließ, ging es sportlich abwärts.Nach unglücklichem Saisonverlauf mußte man 1993 aus der Bezirksklasse absteigen und wiederum in die A-Liga Hünfeld zurückkehren. Mit dem Abstieg sank in der Folgezeit das sportliche Niveau der I. Mannschaft. Konnte man in 1994 noch einen 6. Tabellenplatz  in der A - Liga erreichen, verschlechterten sich in der Saison 1994/95 weiterhin die sportlichen Leistungen, so daß man schließlich am Ende der Saison einen  8. Tabellenplatz belegte.

Im Jubiläumsjahr belegte die I. Seniorenmannschaft einen indiskutablen 10. Tabellenrang in der A - Liga Hünfeld. Die sportliche Talfahrt setzte sich somit auch in der abgelaufenen Saison fort. Neben einer gravierenden Verletztenmisere zum Saisonende müssen als Ursachen für den schlechten Saisonverlauf mangelnde Einstellung und Interessenlosigkeit einiger Aktiven sowie die personellen Engpässe aufgund von Nachwuchsproblemen im Seniorenbereich genannt werden.

In der Winterpause übernahm das  „Michelsrombacher Urgestein“ Walter Pruski das Traineramt des freiwillig ausscheidenden Franz Schöning. Mit dem Übungsleiter Pruski stieg merklich die Trainingsbeteiligung und Motivation der Hellas - Aktiven. Der Verein wird vorraussichtlich auch die kommende Saison Walter Pruski als Trainer verpflichten, um zu gewährleisten, daß der bisher festzustellende Aufwärtstrend fortgesetzt wird.

Für die nähere Zukunft werden aufgrund der Altersstruktur der beiden Seniorenmannschaften dringend personelle Verstärkungen gebraucht, damit das sportliche Niveau verbessert werden kann und der Verein wiederum besseren sportlichen Zeiten entgegensehen kann.